Vom Handwerker zum Handwerkschef

Vom Handwerker zum erfolgreichen Handwerkschef

Vom Handwerker zum erfolgreichen Handwerkschef: 20 Tipps für Führungsstrategien

Es ist ein langer, spannender Weg vom Handwerker zum erfolgreichen Chef. Vielleicht stellst du es dir als Abenteuerreise vor. Auf deinem Weg ist es wichtig, dass du dir nicht nur handwerkliche Qualitäten und Handgeschick aneignest, sondern auch die ersten Führungseigenschaften.

Diese 20 Tipps werden dir aktiv helfen, deinen Wandel von der Werkbank zum Chefsessel erfolgreich umzusetzen, selbst, wenn du stets aktiv mitarbeiten möchtest.

Wenn du es bis hierher geschafft hast, hast du bereits Durchhaltevermögen und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Jetzt musst du an Dingen wie der Kommunikation mit deinem Team und einer strategischen Planung arbeiten.

Du musst verstehen, was Mitarbeiter motiviert und du musst neue Herausforderungen bestehen. Wie du vom Handwerker zu einem inspirierenden und visionären Chef eines erfolgreichen Handwerksbetriebs wirst, erfährst du jetzt!

Was dich in diesem Artikel erwartet:

Mach dir Stärken und Schwächen bewusst

Wenn du weißt, worin du richtig gut bist, ist das schon echt gut. Aber genauso wichtig ist es zu wissen, worin du nicht so gut bist. Es klingt immer so einfach:

Selbstreflexion

Ganz besonders deine Stärken können dich enorm nach vorn katapultieren, wenn du sie geschickt einsetzt und nutzt. Doch auch deine Schwächen können dir zum Vorteil gereichen. Mach dir Gedanken dazu, wie sie zu deinem Vorteil werden können.

Ein Beispiel: du bist jemand, der sehr perfektionistisch ist, aber viel Zeit braucht? Gut, das muss nichts Schlechtes sein, dir sind Gründlichkeit, Genauigkeit und eine geringe Fehlerquote wichtig und dafür bist du bereit, auch mehr Zeit einzusetzen.

Oder: du bist eher der introvertierte, zurückhaltende Typ? Okay, du kannst in größeren Gruppen eventuell untergehen, aber du fokussierst dich auf die Arbeit, analysierst deine Möglichkeiten und findest zu kreativen Lösungen.

Erreichbare Ziele planen

Ein wichtiger Punkt für einen guten Handwerkschef ist es, die Zeit immer gut im Blick zu haben und zu wissen, welche Arbeiten wie lange dauern. Die Rede ist von der:

Zielsetzung

Indem du stets einen kleinen Puffer für jede Aufgabe einplanst, schaffst du es, allen anstehenden Aufgaben mit Ruhe und ohne Hektik zu begegnen. Insbesondere deine Mitarbeiter werden dir darüber sehr dankbar sein, wenn nicht ständig die Zeit drängt und es andauernd heißt: „Mit erhöhtem Druck fertig werden“. Dies ist nur einer der Motivationsaspekte für dich und dein Team.

Sender und Empfänger sollten sich verstehen

Wie essenziell klare und offene Botschaften sind, wirst du schnell kennenlernen. Sobald dort etwas schiefläuft, solltest du vermehrt auf sie achten:

Kommunikation

Als Handwerkschef musst du klare und verständliche Anweisungen herausgeben, damit dein Team diese auch umsetzen kann. Achte auch darauf, dass du nicht zu den Handwerkschefs gehörst, die ständig ihre Anweisungen ändern, das schafft nur unnötig Frust auf der Baustelle und bei deinen Mitarbeitern.

Sie werden sich eines Tages „verarscht“ fühlen und keinen Bock mehr auf dich und vielleicht auch deinen Betrieb haben. Natürlich heißt das nicht, dass niemals etwas umgeplant werden muss, das kommt vor, es darf nur nicht zum Standard werden.

Ein guter Handwerkschef braucht ein starkes Team

Natürlich gibt es auch erfolgreiche One-Man-Firmen, doch produktiver und effizienter funktioniert Arbeit stets im Team. Deshalb nimm dir genug Zeit für das:

Teambuilding

Das Team vor Ort hält dir den Rücken frei. Sie kommunizieren für dich mit dem Kunden und sorgen dafür, dass alles rund läuft, während du weitere Aufträge an Land ziehst und die ganze Organisation stemmst.

Wenn das Team Hand in Hand arbeitet, gleicht dein Betrieb einer gut geölten Maschine, die effizient und mit Freude an die Arbeit geht. Investiere also immer wieder Zeit in dieses Team, auf diese Weise steigerst du die Produktivität erheblich.

Ein Handwerkschef weiß, wer was kann

Es ist unglaublich sinnvoll, dass du genau weißt, welche Fähigkeiten deine Mitarbeiter haben. So kannst du ihnen die passenden Aufgaben zuweisen und erhöhst wie von selbst die Zufriedenheit deiner Mitarbeiter. Der Trick heißt:

Aufgabenverteilung (Delegieren)

Natürlich hat jeder Mensch Dinge, die ihm liegen, die ihm Spaß machen und die er gewissermaßen aus dem Effeff beherrscht. Nutze diese Fähigkeiten für deinen Betrieb. Übertrage deinen Mitarbeitern ein Stück Verantwortung und zeige ihnen so dein Vertrauen in sie. Kunden und Mitarbeiter werden ebenso davon profitieren, wie du als Handwerkschef.

Spaß und Wertschätzung

Sorge dafür, dass deine Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und nicht schon morgens beim Weckerklingeln denken: „Schon wieder dahin“. Das erreichst du nur mit:

Motivation

Lerne deine Mitarbeiter kennen und finde heraus, was ihnen Freude macht. Vielleicht kannst du diese individuelle Motivation sogar noch steigern und so die Leistungsbereitschaft deiner Mitarbeit auf ein nächstes Level heben.

Stell dir die Frage, was macht meinem Mitarbeiter Spaß und wie kann ich ihm meine Wertschätzung zeigen? Hier eignen sich zum Beispiel:

Weiterbildungs-Kosten zu übernehmen, sinnvolle Gutscheine, ein aufrichtig gemeintes Dankeschön mit Handschlag (leider viel zu selten geworden) und ein echtes Interesse für private Sorgen und Nöte deiner Mitarbeiter.

Du denkst, das ist zu teuer? Du investierst in deinen Betrieb! Ein motivierter Mitarbeiter ist Gold wert! Zumal sich viele kleine Ausgaben auch betrieblich abschreiben lassen und somit für dich kostentechnisch kaum ins Gewicht fallen. Also lass dir eine bessere Ausrede einfallen – seine Mitarbeiter nicht wertzuschätzen ist immer ein riesiger Fehler für Betriebe.

Bring deinen Handwerksbetrieb nach vorn

Möchtest du deinen Betrieb erweitern und neue Aufgabenfelder integrieren? Nimm dein Team bei deinen Überlegungen mit und offenbare deine:

Entwicklungspläne

Vielleicht hat der ein oder andere sogar Lust, sich weiterzubilden oder tolle Ideen, die er einbringen kann. Als Handwerkschef solltest du persönliche und berufliche Entwicklungen fördern und dich dafür sogar merklich engagieren.

Du wirst schnell merken, wie dich diese Maßnahmen erfolgreicher werden lassen und wie du und dein Betrieb mitsamt deinen Mitarbeitern aufblühen wird.

Flexible Führungsstrategien für den Handwerkschef

Das ist wirklich eine enorme Herausforderung für Handwerkschefs, denn jeder Mitarbeiter ist ein Individuum und hat ganz eigene Bedürfnisse. Eigne dir diese Eigenschaft an:

Flexibilität

Da du ein guter Handwerkschef bist, der seine Mitarbeiter kennt und weiß, wie sie ticken, hast du die besten Voraussetzungen, deine Führungsstrategie flexibel zu halten.

Du wirst auf Mitarbeiter treffen, die etwas mehr Aufmerksamkeit benötigen, andere brauchen eine strengere Führung und wieder andere kannst du laufen lassen, weil alles passt.

Kontroversen gehören dazu

Bislang lief bei dir alles fluffig und reibungslos. Irgendwann jedoch wird es Schwierigkeiten geben. Denke daran: „Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung“:

Konfliktlösung

Du musst lernen, Konflikte konstruktiv zu lösen. Gehe dabei so neutral wie möglich vor, besonders, wenn du selbst ein Teil dieses Konfliktes sein solltest. Nur auf diese Art wirst du ein harmonisches Arbeitsumfeld erschaffen können, indem sich die Mitarbeiter wohlfühlen, auch wenn zwischendurch ein hartes, offenes Wort fällt.

Vorbildsein als Handwerkschef

Eine grundlegende Eigenschaft, die jedem Handwerkschef gut zu Gesicht steht, ist:

Vorbild sein

Menschen machen Fehler

Wenn alles reibungslos wäre und es nie zu Problemen käme, wäre es doch langweilig. Woran sollten Menschen wachsen, wenn immer alles perfekt klappt? Der nächste Punkt ist bedeutungsvoll für das gesamte Betriebsklima:

Fehler akzeptieren

Es ist nicht schön, wenn ein Fehler geschieht. Vor allem der Mitarbeiter ärgert sich darüber, denn er ist es, der diesen Fehler schlussendlich beheben wird. Dennoch geht die Welt davon nicht unter und es gibt immer einen Weg, diesen Fehler auszubügeln und den Kunden zu beruhigen.

Als Handwerkschef solltest du eine Fehlerkultur in deinem Betrieb integrieren, bei der kein Mitarbeiter Angst hat, dir ein Malheur zu gestehen. Bemühe dich ruhig und verständnisvoll zu bleiben und überlege mit deinem Team gemeinsam, wie sich Fehler zukünftig besser vermeiden lassen.

Der Handwerkschef des Vertrauens

Klingt das nicht wunderbar? Geschätzt und geachtet von deinen Mitarbeitern und Kunden. Was du dazu brauchst, ist:

Vertrauen

Sobald es dir gelungen ist, das Vertrauen deiner Mitarbeiter zu gewinnen, hast du die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen. Doch das ist weitaus schwieriger, als es klingt.

Das gelingt dir, indem du zum Beispiel:

Kompetent. Sei ein Ansprechpartner, der wirklich weiß, was er tut und der meistens eine passende Lösung parat hat. Wenn du mal etwas nicht auf Anhieb weißt, ist das völlig in Ordnung. Aber kümmere dich zeitnah um eine entsprechende Antwort und sage, wie lange du für die Lösungssuche benötigst (heute noch oder zum Ende der Woche oder ähnliche Aussagen).

Zuverlässigkeit. Halte deine Versprechen und Zusagen, die du tätigst.

Transparenz. Offen und ehrlich zu sein, ist immer von Vorteil. Dann wissen deine Mitarbeiter, woran sie bei dir sind und wie sie mit dir umgehen sollen.

Sinnvolle Planung der Projekte

Zeit ist kostbar. Zeit ist wertvoll. Zeit ist das Element, das weder du noch deine Mitarbeiter im Überfluss haben. Überlege dir deshalb ein geeignetes und praktikables:

Zeitmanagement

Am einfachsten gelingt es dir, indem du Prioritäten setzt. Was ist absolut wichtig und duldet keinen Aufschub, was kannst du noch hinten anstellen? Erkläre deinem Team, warum du die Aufgaben so gewichtest. Sie werden schnell lernen, welche Prioritäten sie selbst für sich und ihren Aufgabenbereich setzen müssen.

Neue Ideen und Innovationen

Ein guter Handwerkschef ist stets am Puls der Zeit und offen für neue Ideen und Innovationen:

Innovationsförderung

Nur dadurch wirst du deinen Handwerksbetrieb voranbringen. Trends und technische Entwicklungen sorgen für Veränderungen im Handwerk. Wer nicht Schritt hält, der wird bald unattraktiv für Kunden und zukünftige Mitarbeiter.

Reflexion der Abläufe

Die regelmäßige Überprüfung der Arbeitsabläufe ist wichtig, um eine Optimierung zu erreichen. Dazu benötigst du:

Feedback

Ob vom Kunden oder deinen Mitarbeitern, du solltest immer aufmerksam zuhören. Auch, wenn es für dich nicht immer positiv ist, nimm es auf und bemühe dich, dich selbst zu verbessern.

Genauso wichtig ist jedoch auch, dass du Feedback an deine Mitarbeiter und Kunden gibst. Sei dir allerdings bewusst, wie du das Feedback ausdrückst. Achte auf Respekt und den Ton, indem du diese Rückmeldung abgibst.

Kontakte als Handwerkschef effektiv nutzen

Berufliche Kontakte solltest du gut pflegen. Sie können dich und deinen Betrieb enorm wachsen lassen:

Netzwerken

Du erhältst neuen Input und kannst dein Wissen erweitern und vielleicht sogar deine Betriebsstrukturen so anpassen, dass du auch finanziell von deinem Netzwerk profitierst, zum Beispiel durch Weiterempfehlungen oder Kooperationen. Ein gutes Netzwerk vermag Sicherheit in unsicheren Zeiten zu schaffen.

Rückschläge verdauen

Insbesondere ein Handwerkschef muss als Führungskraft über sehr viel Widerstandsfähigkeit verfügen, oft auch bezeichnet als:

Resilienz

Es ist nicht leicht, wenn man Rückschläge wegstecken muss. Deinen Frust kannst du weder an Kunden noch an Mitarbeiter weitergeben. Vielmehr musst du dir Gedanken darüber machen, wie du den Rückschlag ins Positive umkehrst.

Welche Schlüsse kannst du daraus ziehen? Nutze diese Erkenntnis und gehe gestärkt aus einem Rückschlag hervor.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken

Am einfachsten lässt sich dies für dich als Handwerkschef umsetzen, indem du nicht daran sparst:

Anerkennung

Ein Lob für gute Leistungen hebt die Motivation deiner Mitarbeiter und sorgt dafür, dass die Arbeit effizient und gerne erledigt wird. Besonders, wenn ein „Wir-Gefühl“ im Team herrscht, beginnen die Mitarbeiter, einander zu motivieren. Ein wahnsinnig wertvolles Plus für dich und deinen Handwerksbetrieb.

Sei der Fels in der Brandung

Ganz besonders in schwierigen Zeiten, in denen es wirtschaftlich kritisch für deinen Handwerksbetrieb wird, brauchst du ein gutes:

Krisenmanagement

Du behältst die Ruhe und den Überblick. Indem du effektive Strategien entwickelst und deinen Mitarbeitern kompetente Sicherheit gibst, wirst du als Handwerkschef den Karren „aus dem Dreck“ ziehen.

Fortbildung ist sinnvoll

Nutze deine Zeit sinnvoll und sei offen für deine eigene:

Weiterbildung

Auf diese Weise wirst du dein Wissen stets aktuell halten und vertiefen. Auch, wenn es dir schwerfällt, dein Betrieb läuft auch mal eine Woche, ohne dass du vor Ort bist. Vieles lässt sich inzwischen über unterschiedliche Medien lösen.

Diese 20 Tipps werden dir helfen, dein Abenteuer als selbstständiger Handwerkschef zu gehen und dein Team bei der Entwicklung mitzunehmen und dabei deine Karriere und die deiner Mitarbeiter engagiert zu fördern.

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